Vereins-Chronik des TuS Issel
Als die Wirren des Krieges immer mehr vergessen waren, schloß sich eine Gruppe junger fußballbegeisterter Isseler zusammen, die in einer Mannschaft zusammen Fußball spielen wollten. Sodann gründete man einen Verein, der als "Turn- und Sportverein Issel 1952" im Vereinsregister beim Amtsgericht in Trier eingetragen wurde.
Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehörten die Herren Josef Monzel, Reinhard Blasius, Hermann Schmitt und Nikolaus Schönhofen.
Der erste Vorstand bestand aus folgenden Kameraden:
"DJK Biewer lag bis zur 75. Minute gegen den Neuling aus Issel mit 1:2 in Rückstand, ehe sie in der 80. Minute zum Ausgleich und zwei Minuten vor Schluß zu einem knappen 3:2 Erfolg kam" (Original TV-Bericht).
Der junge Verein stellte noch eine gemischte Jungend, welche ebenfalls an einer Meisterrunde teilnahm.
In der zweiten Generalversammlung im darauffolgenden Jahr wurde Bernhard Hammes als Jugendleiter zum Vorstand gewählt. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, daß Hermann Schmitt durch den Fußballverband als Kreisvorsitzender des Kreises Trier gewählt wurde.
Ein erster großer Erfolg erreichte der junge Verein, als man in der Saison 1954/55 in der Meisterschaftsrunde den 3. Platz belegte sowie am 01. Juli 1955 eine Ehrenurkunde für den Fairneßpreis der C-Klasse, Kreis Trier, vom Fußballverband überreicht bekam. Dieser Preis wurde in den darauffolgenden Jahren noch mehrmals errungen.
Als weiteren "Erfolg" kann man erwähnen, daß ein Spieler des TuS Issel (Günter Klawun) zur großen Mannschaft der "Eintracht Trier 05" wechselte.
Am 28. August 1955 veranstaltete der Verein sein erstes Pokalturnier, an dem 8 Mannschaften teilnahmen.
Bei der Generalversammlung am 24. September 1960 waren bereits 95 Mitglieder dem Verein angeschlossen.
Im April 1964 war es dann soweit: der Verein gewann seine erste Meisterschaft.
1973 wurde eine Alte-Herren Mannschaft gegründet und Karl-Heinz Köhnen begann als Jugendleiter, was sich noch als Glücksgriff für den Verein erweisen sollte.
Im April 1974 konnte die 1. Mannschaft durch einen 2 : 0 Erfolg über Mosella Schweich II wiederum eine Meisterschaft erringen (26:6 Punkte, 68:27 Tore)
1976 wurde erstmals eine F - Jugend gegründet, die neben der D - Jugend auch von K.-H.Köhnen trainiert und betreut wurde.
Vom 23. bis 25. Juli 1977
feierte der Verein sein 25jähriges Bestehen und 1978 konnte mit
150 Stunden Eigenleistung eine Flutlichtanlage installiert werden.
Ein reges Vereinsleben
im TuS wurde in Issel offensichtlich - 25jähriges Bestehen
wurde am Wochenende gefeiert
SCHWEICH-ISSEL. Der TuS Issel feierte an diesem Wochenende sein
25jähriges Bestehen. Neben dem Geschehen auf dem grünen Rasen hatte
der Jubelverein auch einiges in puncto kultureller Unterhaltung vorbereitet.
So hatte man für Samstag zu einem Festabend eingeladen, der sich nicht nur
eines sehr guten Besuchs, sondern auch eines befriedigenden Niveaus erfreute.
Vereinsvorsitzender Günther Monzel hieß seine Gäste
herzlich willkommen. Sein Wunsch, dass jeder Gast einige schönen Stunden
erleben mögen, ging sicherlich in Erfüllung. Besonders starken Beifall
erhielten die Jüngsten im Verein. Die Aktiven der E- und D- Jugend bewiesen
mit vielseitigen Darbietungen, dass sie nicht nur hinsichtlich des Fussballspielens
ein vielversprechender Nachwuchs sind.
Ortsbürgermeister Zeyen übermittelte die Grüße
und die Glückwünsche der Gemeinde. Seinem Dank verlieh er durch
die Überreichung eines Geburtstagsgeschenkes auch in optischer Hinsicht
Ausdruck. Positive Worte fand auch Pastor Koch in einer kurzen Ansprache, die
das segensreiche Wirken des Jubelvereins hervorhob.
Der Vorsitzende des Sportkreises Trier-Saarburg, Hermann Schmitt, überbrachte
die Grüße und Glückwünsche des Sportbundes Rheinland-Pfalz
und des Fussballverbandes Rheinland. Er wünschte dem
Jubelverein auch für die kommenden Jahre den gleichen Kameradschaftsgeist,
der als Träger jeglicher sportlicher Erfolge gar nicht hoch genug eingeschätzt
werden könne. Sein Geburtstagswunsch sei, mit einem Blick auf Ortsbürgermeister
Zeyen, dass der Sportplatz in Issel auch weiterhin in diesem Ortsteil verbleiben
möge. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache gab Schmitt einen kurzen
Rückblick auf den Werdegang des Jubelvereins, aus dem ersichtlich wurde,
dass er gleich vielen anderen Vereinen einige Höhen und Tiefen durchwandern
musste.
Anschließend nahm der Kreisvorsitzende zusammen mit dem
Vereinsvorsitzende die Ehrung einiger Vereinsmitglieder vor. Für
25jährige Zugehörigkeit wurden ausgezeichnet:
Johann Bach, Josef Back, Manfred Coen, Hermann Johaentges, Rudolf
Kellersch, Alfons Köhnen, Gerhard Köhnen, Alois Kordel, Matthias Kreusch,
Reinhold Martin, Margarethe Monzel, Josef Monzel, Hans Orth, Johann Porten, Hans
Praum, Barbara Reichert, Fred Settemeyer, Klaus Scherer, Peter Schmitt, Ewald
Schuster, Winfried Schuster, Andreas Steinmetz, Willi Steinmetz, Leo Tossing,
Josef Wagner, Ewald Weber und Hermann Schmitt.
Der Rest des wohlgelungenen Abends wurde getragen von Darbietungen
des Kirchenchors Issel, des Männergesangsvereins Issel und einer Tanzgruppe
des KG Rot-Weiß Ehrang
[Bericht aus dem Trierischen Volksfreund anläßlich
des 25jährigen Bestehens 25.07.1977]

Ein Jahr später wurde eine Frauengymnastikgruppe (Leiterin: Jutta Zimmer) sowie eine Mädchengymnastikgruppe (Leiterin: Carola Köhnen) gegründet.
1982: Lob für vorbildliche
Vereinsarbeit - Tus Issel feierte 30jähriges
Bestehen – 25 Gründer geehrt
SCHWEICH-ISSEL. „Idealismus und Tatkraft wurde den Männern
der ersten Stunde abverlangt, die 1952 unseren Turn- und Sportverein gründeten“,
betonte der Vorsitzende des TuS Issel, Monzel, anlässlich der Feierlichkeiten
zum 30jährigen Bestehen des Vereins am Samstagabend.
Neben zahlreichen Festbesuchern konnte der Vorsitzenden auch Diakon
Zuche, Ortsbürgermeister Zeyen, Ortsvorsteher Steinmetz und Sport-Kreisvorsitzenden
Hermann Schmitt begrüßen.
Durch die stetige Aufwärtsentwicklung des Vereins können
heute fünf Fussballmannschaften und zwei Gymnastikgruppen unterhalten werden,
fuhr der Vorsitzende fort. Angesichts des regen Spielbetriebs könne der
Verein getrost in die Zukunft blicken, wenn die Mitglieder auch weiterhin eine
so große Bereitschaft zur Mitarbeit zeigten, lobte Monzel die vorbildliche
Vereinsarbeit. Dank richtete der Vorsitzende auch an die Adresse von Gemeinde,
Kreis, Land, Fussballverband Rheinland und Sportbund, die mit
zur Bewältigung der Aufgaben beigetragen hätten.
Neben dem Festabend, der vom Kirchenchor, dem Männergesangsverein
und dem Akkordeonorchester des Ortes umrahmt wurde, stand auch ein Fussballturnier
mit 40 Mannschaften auf dem Programm. Hier ging es um wertvolle Pokale, die der
TuS Issel zur Verfügung gestellt hatte.
Im Rahmen der Festveranstaltung wurden auch 25 Gründungsmitglieder
des Vereins geehrt: Hier die Namen: Johann Bach, Josef Back, Manfred Coen, Hermann
Johaentges, Rudolf Kellersch, Alfons Köhnen, Gerhard Köhnen, Alois
Kordel, Matthias Kreusch, Reinhold Martin, Margarethe Monzel, Josef Monzel, Hans
Orth, Johann Porten, Hans Praum, Barbara Reichert, Fred Settemeyer, Klaus Scherer,
Peter Schmitt, Ewald Schuster, Willi Steinmetz, Leo Tossing, Josef Wagner, Ewald
Weber und Hermann Schmitt.
[Bericht aus dem Trierischen Volksfreund anläßlich
des 30jährigen Bestehens 1982]

Im Sommer 1983 kröhnte Jugendleiter K.-H. Köhnen seine erfolgreiche Tätigkeit als Trainer, in dem er die A-Jugend zur Meisterschaft führte. Gleichzeitig wechselten von seinen "Jungen" die Mehrzahl in den Seniorenbereich und bildeten in den darauffolgenden Jahren den Stamm der 1. Mannschaft
Noch heute kann der Verein von seiner Jugendarbeit zehren, was verdeutlicht wie wichtig diese für einen Verein ist.
Im gleichen Jahr übernahm Norbert Ulbrich als Spielertrainer das Kommando in Issel. Mit einer stark verjüngten Mannschaft konnte er 1985 die Meisterschaft sowie den Aufstieg in die B - Klasse erringen.
Im Sommer des Jahres wurde die neue Sportanlage in Issel mit Umkleidekabinen eingewiehen. Die Eigenleistung von 2500 Stunden der Mitglieder ist besonders erwähnenswert.
Ebenfalls wurde in diesem Jahr eine "Mutter-Kind-Turnen" - Gruppe gegründet, die sich noch heute größter Beliebtheit erfreut.
In der Saison 85/86 wurde wiederum eine A - Jugend des Vereins Meister, viele Spieler wechselten anschliesend in den Seniorenbereich.
Für die Spieler sicherlich noch in bester Erinnerung ist das Freundschaftspiel 1987 gegen die Oberliga - Mannschaft von Eintracht Trier. Man verlor denkbar knapp mit 0 : 8 Toren !
Das der Verein immer mehr im Breitensport aktiv wird beweist die Tatsache, daß 1989 eine Gruppe "Kindturnen" sowie 1991 eine Gruppe "2. Weg Männer " gegründet wurde.
1991 begann in unserem Verein die Mädchen nach dem Fußball zu jagen. Zunächst waren es nur 5 Mädchen in der F - Jugend. In den folgenden Jahren stießen immer mehr Mädchen hinzu. Zur Zeit verfügen wir über eine E,B - Mädchen und eine Frauenmannschaft.
1992: TuS
Issel ehrte Gründer
zum 40jähriges Jubiläum
Auf sein vierzigjähriges Bestehen konnte dieser Tage der
Turn- und Sportverein Issel zurückblicken. Anlaß genug, dieses Moment
der Vereinsgeschichte mit einem Festwochenende gebührend zu feiern. Auftakt
der Wochenendveranstaltung war ein gutbesuchter Rockkonzert mit den
beiden Gruppen „Nameless“ und „Charity“. Zum einem Festabend
mit buntem Programm
konnte Vorsitzender Günter Monzel am Samstag eine Vielzahl von Gästen
im Festzelt am Sportplatz begrüßen. Für die Unterhaltung der
Festgäste sorgten mit ihren Darbietungen die Kinderturnriege des Turn- und
Sportvereins Issel, die Kindergarde des ICV sowie die Altherren- und 1. und 2.
Mannschaft des TuS. Höhepunkt des Festgeschehens war die Ehrung einer Vielzahl
aktiver Mitglieder. Seit der ersten Stunde des Vereins waren Josef Monzel senior,
Ewald Weber, Leo Tossing, Rudolf Kellersch, Manfred Coen, Johann Porten, Alois
Kordel, Gerhard Köhnen, Ewald Schuster, Klaus Scherer, Reinhold Martin,
Alfons Köhnen, Hermann Johaentges, Fred Settemeyer, Peter Schmitt und Josef
Wagner mit dabei. Sie alle wurden durch den Vorsitzenden des Sportkreises Hermann
Schmitt ausgezeichnet.
Die Ehrennadel in Silber konnte Schmitt den Mitgliedern verleihen,
die bereits seit 25 Jahren dem TuS Issel angehören, dies waren Ferdinand
Porten, Peter Steinmetz, Josef Steinmetz, Berthold Menzel, Georg Settemeyer,
Reinhold Neumann, Franz-Josef Lentes und Peter Schuh. Für 40jährige
Vereinszugehörigkeit konnte Vereinsvorsitzender den Sportkreisvorsitzenden
und Gründungsmitglied des TuS Issel Hermann Schmitt mit der goldenen Ehrennadel
auszeichnen. Unsere Aufnahmen zeigen die geehrten Mitglieder des Turn- und Sportvereins
Issel.
[Bericht aus dem Mosel-Ruwertaler Wochenspiegel anläßlich
des 40jährigen Bestehens 24.06.1992]

1996 wurde ein mehrtägiges Fußballturnier mit rund 400 Teilnehmerinnen ausgetragen.
Bestärkt durch diesen Erfolg und die positve Stimmen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer griffen wir 1998 diesen Gedanken auf und luden bundesweit Frauen- und Mädchenmannschaften ein, ihren gemeinsamen Saisonabschluß bei uns im Moseltal zu feiern. Die Begeisterung der fast 600 Teilnehmerinnen war riesig und so startete 2000 das 2. bundesweite Fußballcamp.
2002:SCHWEICH-ISSEL. Mit einem bunten Programm feierte der Turn- und Sportverein Issel bei einem Geburtstagsempfang in der Halle des Isseler Cultur Vereins sein 50-jähriges Bestehen.
In seinem Jubiläumsjahr kann der
Turn- und Sportverein Issel eine eindrucksvolle Bilanz für den Sport
vorweisen. Der Club ist zu einem Aushängeschild im Kreis Trier-Saarburg
geworden. Rund 600 Mitglieder in dem nur 1700 Einwohner starken Schweicher
Stadtteil sprechen für sich.
In den vergangenen Jahren verzeichnete der TuS eine rasante Entwicklung. Dabei
lässt der hohe Anteil der Jugendlichen auf eine gute Zukunft hoffen. Den
Erfolg verdankt der Verein einer sehr guten Jugendarbeit, dem Anstieg im Freizeit-
und Breitensport und die Gründung seiner Mädchen- und Frauenfußball-Mannschaften.
So verwundert es nicht, dass sich in Issel 13 Fußballmannschaften und
zwei Bambini-Gruppen auf dem Sportplatz tummeln und die Breitensportabteilung
sieben Gruppen aufweist. Vorstandsmitglied Jürgen Schmitt: "Der so gewachsene
Verein gliedert sich in vier Abteilungen." Trotzdem hat der TuS eine gemeinsame
Tradition, die dem Lauf der Zeit angepasst ist und gewahrt werden soll.
Beim Empfang wollten natürlich viele Gäste dem Geburtstagskind ihre
Glückwünsche übermitteln. Dazu hatten sich die Verantwortlichen
des Vereins eine Besonderheit einfallen lassen. In "Wetten dass"-Manier wurden
die Vertreter der Verbände, Kommunen und der benachbarten Vereine zu besonderen
Aufgaben animiert, in deren Rahmen sie ihre Grußworte übermitteln
konnten.
Die "Fernsehsendung" gestalteten die Mädchen der Fußballabteilung
mit ihrem Betreuer Stefan Jostock, Jürgen Schmitt und die Kinderturngruppe
von Marita Schmitt. Bei verlorenen Wetten waren einige Euro für die von
Horst Lachmund ins Leben gerufene "Sporthilfe Trier" zu entrichten.
Der TuS nutzte den Festabend auch um verdiente Mitglieder zu ehren. So ernannte
Vorsitzender Ferdinand Porten Günter Monzel zum Ehrenvorsitzenden. Monzel
war bereits als Jugendspieler aktiv. Anschließend engagierte er sich
als Jugendbetreuer, Kassierer und Spielobmann. Porten: "Von 1979 bis 2000 führte
er den Verein als Vorsitzender. In dieser Zeit wurden viele Maßnahmen
verwirklicht." Porten erinnerte an den Bau der Umkleidekabinen, den Ausbau
des Vereinsheimes und die Neuanlegung des Sportplatzes. In dieser Zeit wuchs
der Verein von rund 150 Mitgliedern auf fast 600.
Aus der Hand des Sportkreis-Vorsitzenden Alfons Steinbach erhielt Jürgen
Schmitt die bronzene Ehrennadel des Sportbundes Rheinland. Es folgte ein Auszeichnungsmarathon.
Für ihr unermüdliches Wirken ehrte der Verein die Gründungsmitglieder
Alfons Köhnen, Hermann Schmitt, Johann Porten, Josef Wagner, Gerhard Köhnen,
Ewald Weber, Ewald Schuster, Manfred Coen und Reinhold Martin.
Bereits 40 Jahre sind dem TuS treu: Norbert Steinmetz, Bernd Porten, Kurt Heinz,
Egon Oltmanns, Rudolf Heinz, Karl-Heinz Köhnen, Günter Monzel, Jakob
Regnery, Reinhold Kellersch, Josef Sorgen, Robert Schneider, Johannes Manderscheid,
Reinhold Mandernach, Josef Schilling, Josef Monzel, Andreas Regnery, Walter
Weigel, Gustav Haar und Wolfgang Reichert. Ehrenurkunden erhielten Peter München,
Günter Schneider, Walter Herrig, Werner Monzel, Thomas Coen, Ralf Stöcker,
Wolfgang Bojahr, Wolfgang Scholz, Johannes Lehnert und Rainer Farsch, die seit
25 Jahren mit dabei sind.
Geehrt wurden auch Norbert Schiff, Marie Luise Schiff und Thomas Wagner. Sie
waren nach langjähriger Mitarbeit im vergangenen Jahr aus dem Vorstand
ausgeschieden.
Das Festwochenende findet vom 16. bis 18. August statt.
(Quelle: Trierischer Volksfreund, Ausgabe vom 08.03.2002)

Die geehrten zum 50jährigen Jubiläum
50 Jahre Sportbegeisterung in Issel
Jubiläumsfest des Turn- und Sportvereins am Wochenende - Fußball und Breitensport obenan.
SCHWEICH-ISSEL.
50 Jahre ist der Turn- und Sportverein (TuS) alt. Dabei bildet der Fußball
eine tragende Säule.
Im August 1952 wurde der Sportverein in der selbstständigen Gemeinde Issel gegründet. Der TuS war zunächst die Heimat aller Fußballspieler. Daneben stand Turnen für die Jugend auf dem Programm. Wenig später kam die erste Jugendmannschaft in den Spielbetrieb. "Stolz waren die Gründer ein Jahr später, als der Sportplatz eingeweiht wurde", erinnert sich Schmitt.
Die kommenden Jahre stellen den Verein vor neue Aufgaben. Schmitt: "Der Vorstand möchte das Familiäre trotz solcher Größe pflegen, aber auch den Anschluss an die Zukunft nicht verpassen." Erste Weichen wurden gestellt. Nachdem im Jugendbereich gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Nachbarn aus Kenn und Schweich gesammelt wurden, soll nun im Seniorenbereich ein Zusammenschluss zu einer Spielgemeinschaft perfekt werden. "Den Mädchen- und Frauenfußball haben wir aufgebaut, und wir hoffen, Stützpunkt im Fußballkreis Trier-Saarburg zu bleiben." Ein Ziel wird der Sprung der Frauenmannschaft in die Regionalliga sein.
Die Aktivitäten im Breitensport sollen beibehalten und vielleicht erweitert werden. Als "größte Aufgabe" sieht Schmitt die Anpassung der Sportstätten an die Entwicklung.
[aus: Trierischer Volksfreund, Ausgabe vom 15.08.2002]
Eckel und die Ecke: Beim Auftritt der Lotto-Elf in Issel steht der "Benjamin" der Weltmeister-Elf von 1954 im Mittelpunkt
SCHWEICH-ISSEL.
Prominente Namen beim 50-jährigen Jubiläum des TuS Issel: In
einem Einlagespiel hat die mit ehemaligen Bundesliga-Stars gespickte Lotto-Elf
gegen die Auswahl "Römische Weinstraße" mit 8:2 gewonnen.
Die Begründung für sein forsches Auftreten fällt dem "Benjamin" der Weltmeister-Mannschaft von 1954 und "Methusalem" der Lotto-Elf nicht schwer: "Wenn ich Fußball spiele, dann will ich auch den Ball haben und fordere ihn. Nicht so wie die heutigen Bundesliga-Profis, die froh sind, wenn sie ihn nicht haben."
Horst Eckel ist der unumstrittene Star der Lotto-Elf, neben ihm verblassen selbst Ex-Stars wie Wolfgang Overath, Reinhold Wosab oder Herbert Zimmermann. 26 Begegnungen hat das von Fußball-Weltenbummler Rudi Gutendorf trainierte Team vor dem Auftritt in Issel absolviert, alle 26 hat es gewonnen. Immer kicken sie für den guten Zweck, insgesamt haben sie schon mehr als 186 000 Euro erspielt. In Issel stehen am Ende 4050 Euro zu Buche das Geld kommt jeweils zur Hälfte der Trierer Sportstiftung, die in Not geratene Sportler unterstützt, sowie den Opfern der Flutkatastrophe in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Gute.
Die Erfolgsserie der Gutendorf-Truppe reißt auch gegen die Verbandsauswahl "Römische Weinstraße" nicht ab: Nach 70 Minuten und Treffern von Holger Fach (3), Demir Hotic (2), Marcel Raducanu, Jürgen Mohr und Sven Demandt bei zwei Gegentoren von Georg Settemeyer steht es 8:2 für die Promi-Auswahl.
Beinahe muss Schröder noch ein drittes Mal den Ball aus dem Netz holen, doch der ehemalige Eintracht-Keeper pariert einen Elfmeter von Raimund Schmitz. Wem hat er es zu verdanken, dass er sich in die richtige Ecke warf? Natürlich Horst Eckel! Lachend erzählt der Ur-Lauterer: "Der alte Trick funktioniert immer noch. Ich habe ganz laut gesagt: ,Der schießt in die rechte Ecke.‘ Da war doch klar, dass er nach links zielt. Charly hat doch schon am Boden gelegen, als der Schütze noch gar nicht angelaufen war."
40 Minuten dauert der Einsatz von Horst Eckel. Dann bereitet sich "Riegel-Rudi" langsam darauf vor, seinen Star vom Platz zu nehmen. Wolfgang Schäfer meint: "Um den Horst vom Platz zu bringen, brauchst du normalerweise ein Seil." Doch in Issel ist es anders. Eckel schaut einmal kurz zum Spielfeldrand, winkt ins Publikum und verlässt unter tosendem Beifall den Platz.
Sieben Minuten schaut er sich das erfolglose Treiben seiner Mitspieler von draußen an, dann kann er sich einen Kommentar nicht verkneifen. "Kaum bin ich runter, dann läuft nichts mehr zusammen", sagt er schmunzelnd. "Dann fehlt unserem Spiel die Antriebsfeder."Die Chronik wird derzeit aktuallisiert und fertiggestellt!!!