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Spielberichte

Rheinland-Pokal: Finaltraum geplatzt

Mit 0:2 unterlag der TuS Issel vor eigenem Anhang im Rheinlandpokal-Halbfinale dem taktisch sehr diszipliniert auftretenden, kämpferisch starken 1.FFC Montabaur. Damit ist nicht nur der Traum vom erstmaligen Gewinn dieses Wettbewerbs wie eine Seifenblase geplatzt. Sondern, die Moselanerinnen haben durch den K.O. in der Vorschlussrunde auch gleichzeitig die Qualifikation für den DFB-Pokal 2014/2015 verpasst. 

Dabei hatte alles so hoffnungsvoll begonnen. Die Hausherrinnen waren zunächst die tonangebende Mannschaft. Bereits in der 3. Minute hatte Karoline Kohr Pech, als ihr Drehschuss am Fünfer von zwei Verteidigerinnen geblockt wurde. Im Gegenzug klärte Antonia Hornberg nach Freistoß der Westerwälderinnen im eigenen Sechzehner. Kurz darauf rutschte Kohr um Zentimeter an einer Hereingabe von Sonja Franz vorbei. Auch eine Flanke der agilen Lisa Wagner auf den langen Pfosten wurde vom Montabaurer Abwehrbollwerk ins Aus befördert. Eine knappe halbe Stunde war absolviert, als sich Julia Oberhausen, die trotz Manschette an der Hand (vorangegangener Kahnbeinbruch) ein starkes Comeback feierte, im Mittelfeld mit großem Einsatz durchsetzte und Kohr steil schickte. Allerdings kam die Isseler Top-Scorerin gegen FFC-Keeperin Sabrina Linz einen Schritt zu spät (25.).

Zur Verwunderung der Zuschauer kippte das Match noch vor der Pause. Die Gastgeberinnen rannten sich immer öfter fest, machten sich überdies durch Fehlpässe das Leben selbst schwer. In der 28./30. Minute konnten TuS-Mannschaftsführerin Elisabeth Irmisch bzw. Elena Burg zwar in höchster Not im Strafraum klären. Doch nur 5 Zeigerumdrehungen später fiel das 0:1, als Montabaur den über weite Strecken blassen linken Isseler Flügel überlief und sich eine Bogenlampe von Hanna Diel hinter der in dieser Saison ansonsten fehlerfreien Torfrau Dana Gotthard ins Netz senkte. Ein Gegentreffer aus sehr spitzem Winkel, der bei eigener Überzahl so nicht fallen durfte. Die Moselanerinnen erhöhten den Druck, schafften es aber weiterhin nicht, aus ihrer optischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Hingegen blieb die Elf von FFC-Trainer Dietmar Krämer bei Kontern stets gefährlich. Zu allem Überfluss musste mit Karoline Kohr auch noch die treffsicherste Stürmerin der Vereinsgeschichte (32 Abschlüsse / 16 Regionalliga-Einsätze) nach einer Stunde ausgewechselt werden, nachdem sie mit ihrer Kontrahentin zusammengeprallt war. Für sie kam Angelina Kön, die trotz zwischenzeitlicher Pause demonstrierte, wie wertvoll sie für ihr Team ist. Einerseits brachte sie auf der linken Isseler Seite neuen Schwung. Andererseits rettete sie nach einer Flanke der Westerwälderinnen per Flugkopfball. Rheinlandligaspielerin Sarah Wieck, diesmal in der Startelf der 1. Mannschaft, überzeugte durch viele gewonnene Zweikämpfe und Laufduelle, was selbst Trainer Stefan Jostock Respekt abnötigte (“Sie hat gut gespielt.“). Das Ensemble aus dem Moseltal kämpfte verbissen um den so wichtigen Ausgleich. Aber, die wenigen Bälle, die die Verteidigung des Konkurrenten aus dem Westerwald durchließ, wurden eine sichere Beute von Sabrina Linz. Auch hatte die sprintstarke Isabel Meyer, nach Kohrs Ausfall einzige echte Spitze, keinen leichten Stand gegen den Montabaurer „Beton“. Es folgten die zwei Schlüsselszenen, die den endgültigen Pokal-K.O. besiegelten. In der 75. Minute scheiterte die technisch versierte Regisseurin Lara Ballmann mit einem mit Effet geschossenen Freistoß an Linz. Kurz vor Schluss lupfte Alexandra Bigott das Leder über die in dieser Szene indisponierte Isseler Hintermannschaft zum 0:2-Endstand ins Netz (85.).  Lobenswert auch das Comeback von Antonia Hornberg, die nach überstandener Sprunggelenksverletzung eine der tragenden Säulen des Ensembles aus dem Moseltal war.
 
Trotz dieser bitteren Niederlage gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten. Durch einen Sieg gegen den saarländischen Aufsteiger SV Dirmingen könnte sich der TuS Issel am kommenden Samstag (18.00 Uhr, Schweich Schulzentrum) vorzeitig eine Platzierung unter den Top 3 sichern, obwohl Verfolger 1.FC Saarbrücken (25 Zähler) noch eine Nachholbegegnung gegen den FC Bitburg zu bestreiten hat. Desweiteren stehen die Chancen gut, dass der Club aus Schweich mit Karoline Kohr und Isabel Meyer am Saisonende erstmals sowohl die Torschützenkönigin, als auch die zweitbeste Angreiferin der Regionalliga Südwest stellen könnte.
 
TuS Issel: Dana Gotthard (TW), Elisabeth Irmisch  (C), Sarah Wieck, Elena Burg, Antonia Hornberg, Julia Oberhausen, Lisa Wagner, Sonja Franz, Isabel Meyer, Lara Ballmann, Karoline Kohr (60. Angelina Kön)
 
Schiedsrichter: Jens Schneider
 

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