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Spielberichte

DFB-Pokal: TuS Issel verabschiedet sich erhobenen Hauptes

Zwar unterlag der TuS Issel als Tabellendritter der Regionalliga Südwest dem 1.FC Saarbrücken (2. Bundesliga Süd) in der 1. Runde des DFB-Pokals klar mit 0:4. Dennoch zogen sich die Moselanerinnen achtbar aus der Affäre. Da neben U19-Rheinlandauswahlspielerin Annika Regneri, mit Carina Philippi, Sonja Franz und Elisabeth Irmisch die drei erfahrensten Akteurinnen des Teams nicht zur Verfügung standen, lief auf Seiten der Gastgeberinnen eine junge Mannschaft auf, die noch nie zuvor in dieser Formation angetreten war. Das wohlgemerkt gegen einen klassenhöheren Kontrahenten, der in dieser Begegnung insgesamt sieben ehemalige Bundesligaspielerinnen einsetzte (5 Startelf, 2 eingewechselt).
Trotzdem schafften es die Gastgeberinnen von der Mosel, das Pokalmatch rund eine Stunde offen zu gestalten, ehe sie dem enorm hohen Tempo der Saarländerinnen nicht mehr gewachsen waren.
Die technisch und läuferisch versierten Gäste von der Saar begannen druckvoll. So war es wenig verwunderlich, dass bereits nach 300 Sekunden ein Eckballverhältnis von 2:0 zu ihren Gunsten verzeichnet wurde. Dann rettete Issels Simone van Bellen, die als eine der zweikampfstärksten Verteidigerinnen im Südwesten (Saarland, Rheinland-Pfalz) gelten dürfte, in höchster Not gegen eine Saarbrücker Stürmerin. Doch bereits in der 11. Minute traf Alessia Jochum nach Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft der Moselanerinnen aus spitzem Winkel ins lange Eck. Vorausgegangen war ein Ballverlust des Außenseiters im Mittelfeld.
Die Isselerinnen zeigten sich von diesem frühen Gegentor keineswegs geschockt, spielten taktisch diszipliniert weiter. In der 21. Minute sprach Schiedsrichterin Christina Biehl dem Zweitligisten von der Saar einen Foulelfmeter zu. Aber, die siebzehnjährige Torhüterin Dana Gotthard hielt ihre Mannschaft zunächst im Rennen, indem sie den platzierten Schuss der mehrfachen Juniorinnen-Nationalspielerin Jacqueline De Backer mit einem Weltklassereflex parierte, wie einst Helmuth Duckadam, Torwart von Steaua Bukarest im Finale des Europapokals der Landesmeister 1986 in Sevilla gegen den FC Barcelona (0:0 n.V., 2:0 für Steaua n.E.).

Die Glanzleistung der jungen Keeperin wirkte wie ein Weckruf für die Schützlinge von TuS-Trainer Stefan Jostock, die sich nun ihrerseits Chancen erarbeiteten. So kam Isabel Meyer in einer Eins-gegen-Eins-Situation einen Schritt zu spät gegen Saarbrückens Torhüterin Christina Ehl. Kurz darauf düpierte Karoline Kohr drei saarländische Verteidigerinnen auf engstem Raum, doch ihre Sturmpartnerin Meyer rutschte um Zentimeter an der Vorlage vorbei. Wenig später verfehlte die mannschaftsdienliche Anne Marx, die weite Wege ging und oft in der mächtig unter Druck stehenden Isseler Defensive aushalf, aus der Distanz das Gehäuse knapp, nachdem „Karo“ Kohr zunächst geblockt worden war.

Doch das Gästeteam hatte vor der Pause ebenfalls noch Einschussmöglichkeiten, so nach einer halben Stunde, als Anne Marx und Simone van Bellen am Fünfer mit vereinten Kräften klärten oder in der 41. Minute, als eine Saarbrückerin aus kurzer Distanz frei zum Schuss kam, aber in der reaktionsschnellen Dana Gotthard ihre Meisterin fand.

Kurz nach dem Seitenwechsel gerieten die Moselanerinnen jedoch endgültig auf die Verliererstraße, als Jacqueline de Backer per Freistoß auf 2:0 für die Blau-Schwarzen aus der saarländischen Landeshauptstadt erhöhte. In der 63. Minute verpasste die luxemburgische Nationalspielerin Amy Thompson dem aufopferungsvoll kämpfenden, jungen Regionalligateam mit einem Treffer aus 12 m in den Winkel den definitiven K.O., ehe die eingewechselte Sarah Schatton zehn Zeigerumdrehungen später im Anschluss an eine Ecke den 4:0-Endstand markierte.
Ebenfalls stark war die Leistung von TuS-Neuzugang Friederike Bär. Die Verteidigerin, die in der Sommerpause vom Rheinlandligisten FV Rübenach (Vorort von Koblenz) an die Mosel wechselte, gewann viele Zweikämpfe, verhinderte mit ihrem ungeheuren Einsatz sogar vier sichere Gegentore gegen die Saarbrücker Ex-Bundesligaspielerinnen Saskia Toporski und Jacqueline De Backer.
Issels Trainer Stefan Jostock resümierte, dass seine Mannschaft gut dagegen gehalten hätte, jedoch in der Schlussphase die Kräfte schwanden. Natürlich sei es auch schwer gewesen, gegen einen eine Klasse höher spielenden Kontrahenten eine Elf ins Rennen schicken zu müssen, die bis dato noch nie mit dieser Aufstellung angetreten war.

Trotz der deutlichen Niederlage können sich die Moselanerinnen erhobenen Hauptes vom DFB-Pokal verabschieden.

Das Augenmerk gilt nun einerseits der Regionalliga Südwest, wo nun die Begegnungen gegen den Aufsteiger FC Bitburg (8.9., H), den Saarlandpokalsieger 2012, DJK Saarwellingen (15.9., A), SC 07 Bad Neuenahr II (22.9., A) und den FSV Jägersburg (29.9., H) auf dem Programm stehen. Andererseits hofft man beim TuS Issel, sich über den Rheinlandpokal 2013/2014 erneut für den DFB-Pokal qualifizieren zu können. Hier trifft man voraussichtlich am 3.10.,  auf den Bezirksligisten SG Thomm.

TuS Issel: Dana Gotthard (TW), Elena Burg (70. Angelina Kön), Svenja Harten (C), Friederike Bär, Simone van Bellen, Anne Marx, Lisa Wagner, Julia Oberhausen, Isabel Meyer, Lara Ballmann, Karoline Kohr (63. Carolin Zimmer)
 

1. FC Saarbrücken: Christina Ehl (TW),  Alessia Jochum, Julia Leykauf, Jacqueline de Backer, Lena Ripperger, Tamara Tröster (70. Sarah Schatton), Lisa Alt (68. Sarah Franz), Sabine Blank (C), Kim Fellhauer, Saskia Toporski, Amy L. Thompson (64. Nina Rauch)

Tore: 0:1 (11.) Alessia Jochum, 0:2 (50.) Jacqueline De Backer, 0:3 (63.) Amy L. Thompson, 0:4 (73.) Sarah Schatton

Besonderes Vorkommnis: Dana Gotthard (Issel) hält Foulelfmeter von Jacqueline De Backer (21.)

Schiedsrichterin: Christina Biehl (Schwollen)
SR-Assistentinnen: Vanessa Schleicher, Johanna Mengelkoch

Zuschauer: 200

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