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Spielberichte

B-Juniorinnen-Bundesliga: Punkt gegen Bochum erkämpft

Dank einer großartigen kämpferischen und läuferischen Leistung errang der TuS Issel in der B-Juniorinnen-Bundesliga in Schweich den ersten Zähler gegen den VfL Bochum. Dabei musste der Anhang der Gastgeberinnen mehr als eine Stunde zittern. Denn, der hochverdiente Ausgleich zum 1:1 fiel erst in der Nachspielzeit.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet erwischten den besseren Start. Lediglich 60 Sekunden nach dem Anstoß musste die zweikampfstarke Verteidigerin Jana Flesch bereits am eigenen Fünfer klären. Nur eine Zeigerumdrehung später verhinderte Abwehrchefin Andrea Ditscheid gemeinsam mit Franziska Simon den Rückstand. In der 4. Minute folgte die kalte Dusche für den Aufsteiger, als Sara-Lena Scholte nach einem missglückten Befreiungsschlag der Isseler Defensive am schnellsten schaltete und zum 0:1 einschoss. Die mögliche Vorentscheidung zu Gunsten des Tabellenachten aus dem „Pott“ verhinderte die souveräne TuS-Keeperin Isabell Bock, die sich einer durchbrechenden Angreiferin vor die Füße warf.  Mit ungeheurem Kraftaufwand erarbeitete sich die von Kapitänin Michelle Reifenberg und der starken Marie Kusch angetriebene Heimelf nun eine optische Überlegenheit. So stellten z.B. die schnelle Flügelflitzerin Mira Meyer und die technisch versierte Anne Blesius die gegnerische Abwehr immer wieder vor Probleme. Auch Marie Reifenberg schaltete sich ständig in die Offensivaktionen ein. Schock für Bochum, als Torfrau Kim Gina Stawowy nach Zusammenprall mit Blesius mit Schmerzen im Gesicht liegen blieb (19.) und später zur Untersuchung ins Krankenhaus (Verdacht auf Jochbeinbruch) gefahren wurde. Gute Besserung und baldige Genesung von Isseler Seite! Beinahe wäre dem Aufsteiger in der 23. Minute der Ausgleich geglückt. Erst verpasste die mannschaftsdienliche Lea Scherer, die überall auf dem Platz zu finden war, einen Freistoß von Kusch, dann kam Meyer einen Schritt zu spät. Gegen Ende der 1. Hälfte düpierte Anne Blesius zwei Kontrahentinnen, aber ihre technische Finte brachte nichts ein. Das Leder rauschte knapp am Ziel vorbei. Beim nächsten Standard versuchte Kusch es direkt. Der Ball verfehlte das nun von Lydia Gösmann gehütete VfL-Gehäuse. Fast mit dem Halbzeitpfiff wäre der Truppe aus Nordrhein-Westfalen der 2. Treffer gelungen. Doch Andrea Ditscheid funkte im letzten Moment dazwischen. Mit 0:1 ging es in die Kabine.
 
 
Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff hinderte die eingewechselte Alina Knobloch an der eigenen Grundlinie eine Bochumerin am flanken, ebenso 360 Sekunden später. Wie Lea Fricke auf der anderen Seite, tat sie auch einiges für den Spielaufbau. Die Zeit lief den Gastgeberinnen davon. Deshalb entschieden sich die Isseler Verantwortlichen zu einem mutigen Schritt: Jana Flesch, über deren Abwehrseite wenig durchkam, wurde von Lea Kasper ersetzt, die nun auf Linksaußen wirbelte und für zusätzlichen Druck nach vorne sorgte. Aber, es war wie verhext: Anne Blesius, Marie Kusch und Mira Meyer fehlten bildhaft ausgedrückt, nach schnellen Kombinationen „Millimeter“ am Erfolg. Andrea Ditscheid fand nach Doppelpass mit Michelle Reifenberg in VfL-Torhüterin Lydia Gösmann ihre Meisterin, während die Isseler Mannschaftsführerin selbst aus 25 m am Aluminium scheiterte. Nun sollte es Elena Schmitt richten. Sie kam in der 71. für Franziska Simon, die sich mit getaptem Knie bis dahin in der Verteidigung durchgebissen hatte, was sicherlich Respekt verdient. Schmitt hatte ihren Anteil daran, dass sich das Ensemble aus dem Moseltal in dieser hochdramatischen Schlussphase drei Standards hintereinander erarbeitete. Es lief bereits die erste Minute der Nachspielzeit, als Anne Blesius eine Ecke haargenau auf Lea Scherer zirkelte, die zum viel umjubelten 1:1 einköpfte. Bochum reagierte nun mit einem schnellen Konter, bekam einen nach Ansicht der Heimelf etwas „grenzwertigen“ Freistoß aus 20 m zugesprochen. Eine VfL-Akteurin schlug diesen an den Fünfer. Alina Knobloch drosch das Leder kompromisslos ins Aus. Der Schlusspfiff von Schiedsrichterin Naemi Breier, deren Gespann insgesamt einen guten Job machte, ging im Isseler Jubel unter. 
 
 
Ein hochverdienter Punktgewinn, denn ein Sieg der Gastgeberinnen, die ein deutliches Plus an Tormöglichkeiten und Spielanteilen verzeichneten, wäre durchaus drin gewesen. Wie groß die optische Überlegenheit des TuS Issel war, lässt sich alleine daran ablesen, dass Keeperin Isabell Bock nur viermal gefordert wurde. Alles in Allem ein überzeugender Auftritt der Moselanerinnen, bei dem lediglich die Chancenverwertung verbesserungsfähig schien. Mit dieser beeindruckenden Mannschaftsleistung kann man den kommenden Aufgaben (15.11. FCS, H / 22.11. Gladbach, A) zuversichtlich entgegen sehen.
 
TuS Issel: Isabell Bock (TW), Lea Fricke, Jana Flesch (56. Lea Kasper), Andrea Ditscheid, Franziska Simon (71. Elena Schmitt), Anne Blesius, Marie Reifenberg (41. Alina Knobloch), Marie Kusch, Michelle Reifenberg (C), Mira Meyer
 
VfL Bochum: Kim Stawowy (TW, 19. Lydia Gösmann), Oliwia Wos, Sara-Lena Scholte (41. Adelina Neziri), Sarah Schubart, Ann-Kathrin Mosolf, Laura Radke (78. Alina Kotewitz), Celina Buczkowski (75. Ann-Sophie Vogel), Lena Bergkämper (C), Johanna Berens, Amelie Fölsing
 
Tore: 0:1 (4.) Sara-Lena Scholte, 1:1 (80. + 1) Lea Scherer
 
Schiedsrichterin: Naemi Breier
 
Schiedsrichter-Assistenten: Michelle Skambraks, Niklas Breiling
 

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